Der Ausgangspunkt für diesen etwa 1,5 Stunden dauernden „historischen Spaziergang“ ist die Tourismusinformation Bad Goisern. Die Kirchengasse führt zur katholischen Kirche, von wo über ein enges Gässchen der Marktplatz erreicht wird. Am Gemeindeamt vorbei gehen wir nun auf der Marktstraße zum Konsum und weiter zur evangelischen Kirchen, wobei wir die Volksschule passieren.
Der Ramsaustraße folgend führt der „Themenweg“ vor der Goisererbrücke rechts der Traun entlang auf dem Traunreiterweg bis zum Bahnübergang. Vorbei an der Stahelschießhütte und dem Holzknechtmuseum kommt man zur Goiserermühle (hier steht das Heimatmuseum) und zum Kurpark.
Dem Mühlbach entlang gehen wir bis zu den Waschbänken, dann halten wir uns links und erreichen auf der Dr.-Matthia-Promenade wieder die Marktstraße, der wir uns links haltendend, folgen. An der Marktstraße liegt der historische Seeauwirt, ebenfalls eine Station der „Goiserer Gschichte(n)“. Von hier ist es nun ein Sprung in die Kirchengasse und wieder zurück zum Höplingerhaus.
Goisern - im 13. Jahrhundert „Gebisharn" und später auch „Geosarn" genannt liegt in einem breiten Talboden, den der eiszeitliche Traungletscher ausgeschürft...
Damals stand der Hallstätter Bergbau in voller Blüte und so fanden gerade die Goiserer in den verschiedensten Zuliefergewerben Beschäftigung...
In den Jahren 1495 und 1534 legten verheerende Brände viele der großteils aus Holz erbaute Häuser in Schutt und Asche...
Lange Zeit gehörte die katholische Kirche von Goisern mit ihren Besitzungen zur geistlichen Herrschaft des Benediktinerinnenklosters Traunkirchen...
Die Goiserer Chronik berichtet bereits im Jahr 1537 von einem Schulmeister und einem Schulhaus, das sich vielleicht schon an dieser Stelle befunden hat...
Ursprünglich dominierten im Goiserer Talbecken bäuerliche Bauformen wie die „Paar- oder Zwiehöfe"...
Die Außenfassade des neuen Gemeindeamtes gibt Ihnen einen Überblick über die 30 Ortschaften, die zum 112,5 Quadratkilometer großen Gemeindegebiet...
Vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert wurde die Herrschaft Wildenstein - das Gebiet zwischen Ebensee und dem Dachstein - von der Burg Wildenstein bei Ischl aus verwaltet...
Im Jahre 1872 wurden im Zuge des Reichsvolksschulgesetzes mehrere Schulen zu zwei öffentlichen Volksschulen zusammengefasst...
Lange blühte das ehrsame Handwerk und Gewerbe im inneren Salzkammergut in Reiseführer aus dem Jahre 1820 schildert Goisern als „sehr belebt, indem hier größtenteils Handel mit Krämereywar...
Die triste soziale Lage hatte nicht nur Not und Armut, sondern auch eine Stärkung der Arbeiterbewegung zur Folge...
Flüchtige Besucher könnten Ortsbereich rund um die evangelische Kirche für ein eigenes Dorf halten...
Trotz der Gegenreformation blieben weite Teile der Bevölkerung ihrem Glauben als „Geheimprotestanten"treu...
Zwischen den weit verstreuten Ortschaften im Goiserer Talbecken kam den Brückenbauten immer eine besondere, eine verbindende Bedeutung zu...
Der Weg, auf dem Sie gerade dahinspazieren, wurde einst als „Treppelweg" angelegt: Die schweren Rösser der „Traunreiter" zogen die mit Lebensmittel und Wein beladene ...
„Goiserermüller-Auskai" - so nannte man das weiter unterhalb gelegene Traunufer, weil man dort das Getreide für die nahe Goiserer Mühle aus den Salzschiffen lud...
Zu den wichtigsten Traditionen im Goiserer Brauchtum zählt das Schützenwesen...
Neben dem Salzbergbau bildete die Forstwirtschaft einen entscheidenden Wirtschaftsfaktor im Salzkammergut.
Eine „hölzerne Besonderheit" sind die gedrechselten „Seitl- oder Schwegelpfeifen" (hölzerene Querflöten ohne Klappen), die schon im 12. Jahrhundert verbreitet waren...
Auch die Gerberei und die Lederverarbeitung waren schon im 16. Jahrhundert von großer Bedeutung...
Früher konnten sich die Goiserer Bauern noch selbst mit Lebensmitteln versorgen. Den Überschuss mussten sie jedoch an die Knappen in den Salzbergwerken bzw. an die Salinen-und Forstarbeiter der Umgebung abgeben...
Zu den ersten Auswärtigen, die sich in Goisern recht wohl gefühlt haben, zählen die Römer. Sie kamen im Zuge der Verwaltung ihrer Provinz Noricu...
Viele „vornehmen Herrschaften" kamen nach Goisern, um die 1819 im Weißenbachtal eröffnete Chorinskyklause zu besichtigten. Es ist bis heute eine große Attraktion...
Mit einem Denkmal ehrt Goisern eine seiner schillernsten Persönlichkeiten: Den Müller, Bäcker und Gastwirt Konrad Deubler...
Kein Wunder bei so musikalischen Menschen. Vor allem in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts blühte in Goisern das Handwerk der Geigen- und Lautenmache...
Alljährlich bewies er an hunderten Patienten die Kunst seiner Hände und sein medizinisches Wissen...
Die Kubinger - Villa wurde in den Jahren 1892/93 vom Wiener Architekten und Stadtbaumeister Ferdinand Wendeler errichtet...
Der Mühlbach ist ein zweieinhalb Kilometer langer, künstlich angelegter Seitenarm der Traun...
Entlang der Marktstraße entwickelte sich das heutige Zentrum von Goisern, Das Gebäude mit dem Namen „Wiesingerwastlhaus" geht in seinen Ursprüngen bis ins 17. Jahrhundert zurück...
Viele Bauwerke im Goiserer Ortszentrum tragen seltsame Namen - Gassenbauernhaus, Bösenännerlhaus, Trautlhanslhaus oder Lippenfranzlhaus...
Die ehemalige „Taferne zu Goysern" verfügte einst nicht nur über eine „Branntweinkuchl" und eine „Kugelstatt" Kegelbahn), sondern war auch der Treffpunkt des Militär-Veteranen-Vereins Goisern"...
Im Gebäude der heutigen Musikschule war zwischen 1871 bis 1991 das Gemeindeamt untergebracht. Die Goiserer sind seit jeher besonders musikalische Menschen...