Künstler waren zwar nicht die ersten Gäste, aber die "ästhetischen Entdecker" der Region: Sie machten Hallstatt und das Salzkammergut durch Bilder und literarische Werke bekannt: Ferdinand Georg Waldmüller malte ab 1831 nicht weniger als 15 Hallstatt-Bilder; Rudolf von Alt verewigte 1845 den Waldbach. Schilderungen seiner Schönheit verdankt Hallstatt Reiseschriftstellern wie Joseph August Schultes, Erzherzog Johanns Sekretär Franz Sartori, dem Forscher Friedrich Simony oder dem norddeutschen Erzähler Wilhelm Raabe. Adalbert Stifter, der Hallstatt auch in einigen Bildern festhielt, empfing im Echerntal den Musenkuss für die berührende Novelle "Bergkristall" (1845) - aber auch mit seinem 1857 erschienenen Bildungsroman "Der Nachsommer" fand Hallstatt Eingang in die Weltliteratur.
Wohlgefühlt haben sich in Hallstatt auch die Erzherzöge Franz Karl und Johann, der König von Preussen oder der Kaiserbruder Maximilian (der spätere Kaiser von Mexiko), die Königin der Niederlande oder der König von Siam. 1853 unternahm Kaiser Franz Josef mit seiner Sisi sogar den Verlobungsausflug nach Hallstatt; 1856 kam das Herrscherpaar wieder. Auch wortgewaltige Dichter - von Johann Nestroy über Nikolaus Lenau bis Carl Zuckmayer - oder Publikumslieblinge wie Alexander Girardi, Agatha Christie (Bild) und Marlene Dietrich haben sich in die Hallstätter Fremdenbücher eingetragen.