Almleben und Almsterben

Das Almjahr beginnt seit Menschengedenken zwischen Mitte Mai und Ende Juni, wenn das Vieh vom Hof Niederalmen wie z.B: die Koppenwinkelalm getrieben wird. Nach dem Zwischenstopp auf einer Mitteralm (in Höhen lagen um 1200 Meter) verbringt das Vieh den Hochsommer zwischen Mitte Juli und Ende August auf der Hochalm (1500 - 1700 m). Das Jungvieh weidet auch auf den 1800 bis 2100 Meter hoch gelegenen Galtalmen. Dann geht es in der umgekehrten „Almstaffelung" wieder talwärts, bis das Vieh Mitte Oktober in den heimatlichen Stall zurückkehrt.

Und es gab doch eine Sünd auf der Alm: Die Überweidung. Aber auch das kühlere Klima und der grundlegende Strukturwandel in der Landwirtschaft führten ab dem 17. Jahrhundert dazu, dass eine Alm nach der anderen aufgelassen wurde. Heute streifen gerade noch ein paar Dutzend Schafe über den „Stein"; bewirtschaftet sind nur mehr die Grafenbergund die Gjaidalm. Schade: Während man aus 18 Litern Milch von glücklichen Gjaidalm-Kühen ein Kilo Butter rührte, musste man auf der kargeren Koppenwinklalm dafür schon 27 Liter melken.

 

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