Gleich zwei Wege führen bei dieser Wanderung ans Ziel: Variante 1: Vordem Paß Gschütt zweigt rechts eine Forststraße ab. Auf dieser wandern Sie ohne große Steigung in 1 '/2 Stunden zur Iglmoosalm. Variante 2: Ein anderer Weg führt vom Ortsteil Ramsau entweder auf der Forststraße, besser aber auf dem Fußweg zur Iglmoosalm. 11/2 Stunden. Wer weiter bis zur Goiserer Hütte oder auf den Hohen Kalmberg will,der geht am besten auf der Forststraße weiter bis "in die Wies". An einer eindeutig gekennzeich-neten Stelle zweigen Sie nach rechts in den Wald ab. Ein markierter Fußweg führt bis zur Goisererhütte (bewirtschaftet),3 Stunden vom Tal. Forststraße bis Iglmoos (1 1/2 Stunden) und Wies (2 1/2 Stunden), dann ein bequemer Steig bis Kalmberggipfel. (3 1/2 Stunden) Eine Wanderung auf die Iglmoosalm gehört zu den "Pflichtausflügen" eines Gosauaufenthaltes . Im Sommer ist die Alm bewirtschaftet.
Von der Goisererhütte gehen Sie in einer weiteren Stunde bis zum Gipfel des Hohen Kalmberges (1833 m). Die Ersteigung des Gipfels ist außer der Weglänge mit keinerlei Schwierigkeiten verbunden. Kurz vordem Gipfel achten Sie auf die Wand des Kalmberges, die nach Goisern abfällt. An einer ganz bestimmten Stelle hat der Berg die unverkennbare Form eines Indianerkopfes. Vom Gipfel aus haben Sie einen herrlichen Rundblick in das Trauntal, in das Ausseerland , über das Dachsteingebirge und ins Gosautal , das mit dem Gosaukamm abschließt, sowie ins Salzburger Land.Am Rückweg versuchen Sie die Kalmooskirche zu finden, die an der Geländekante zwischen Gosau und Goisern liegt.
In dem Flachstück "Feuerplatz", ca. 1/4 Std. vor der Hütte, finden Sie einen ausgetretenen Steig, der zu dieser Höhle führt. Die Kalmooskirche war während der Zeit der Gegenreformation ein Ort, wo sich die Geheimprotestanten zu Gottesdiensten getroffen haben. Eine Höhle wie die Kalmooskirche ist für ein Kalk-gebirge etwas Charakteristisches. Die Höhlen sind einstige oder heute noch funktionierende unterirdische Abflußwege des Wassers. Vielleicht ist Ihnen schon aufgefallen, daß es in den höheren Regionen des Kalkgebirges (Kalmberg, Plassen, Dachstein, Gosaukamm) keine Bäche gibt. Das hat damit zu tun, daß das Wasser zur Gänze durch die Spalten und Höhlen abfließt und so die Höhlen noch ständig erweitert.