Bergwanderer mit einer gewissen Ausdauer können sich heranwagen und einen der schönsten Weitwanderwege, nämlich den Radltal-Weg von Hallstatt zum Hinteren Gosausee begehen. Früh am Morgen sollte man aufbrechen und genügend Proviant und Getränke mitnehmen, da es bis zur Hinteren See-Alm (1161 m) keinerlei Dinge zu kaufen gibt. Durch das Hallstätter Echerntal gehen wir auf dem Dachstein-Reitweg Nr. 601 bis zum Waldbachursprung (913 m).
Von hier zweigen wir nach rechts zum Radltalweg (Nr. 613) ab. Nach einer halben Stunde kommen wir in die Landner-Alm. Immer leicht ansteigend führt uns der schmale Weg in eine enge Gasse. Rechts vor uns ist der Schwarzkogel (1856 m). In diesem Gebiet befinden sich eine Höhlengrotte und das "Zaglauer Loch", eine tiefe Doline. Über die verfallene Radltal-Alm gelangen wir zum Bärwurzanger. Linker Hand ist der Bärwurzkogel (2006 m). Das hochgelegene Langtal (1763 m) verschafft uns Einblick in einen seltenen Naturpark. Gemsen, Auerhahn und sogar Schneehühner können uns begegnen. Von der Kogelgasse geht es dann steil ab zum Hinteren Gosausee und zur bewirtschafteten See-Alm (1161 m).
Nach einem Marsch von sechs Stunden haben wir uns eine Einkehr verdient. Am westlichen Seeufer und an Almen vorbei kommen wir alsbald zur Gosau-Lacke. Eine schöne Straße führt hinaus zum Vorderen Gosausee (933 m). Von hier aus haben wir wiederum einen herrlichen Blick zum Dachstein, und während des ganzen Weges haben wir den Gosaukamm, ein Kletterparadies wie in den Dolomiten, betrachten können. Nach weiteren 2 Stunden sind wir bei der Bushaltestelle "Gosausee" angelangt. Wer an einem anderen Tag Zeit findet, sollte mit der Gosauer Dachsteinseilbahn eine Auffahrt zur Zwieselalm unternehmen. Von dort hat man einen Rundblick bis zum Großglockner. Im Winter ist Gosau ein SkiEldorado mit dreißig Liftanlagen und besten Loipen.