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Malerisches Kleinod
Pfarrkirche Hallstatt
Die Pfarrkirche in Hallstatt ist ein wunderschönes Kleinod inmitten des Weltkulturerbe- Ortes. Weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt ist der Spätgotische Flügelaltar von Meister Leonhard Astl, der als Stiftung der Bergknappen gilt und eine kunsthistorische Besonderheit darstellt.

Im
Ablauf einer 4000jährigen Siedlungsgeschichte um den Hallstätter
Salzberg hat die Geschichte der katholischen Kirche nur am letzten
Viertel Anteil. Der Nachweis irgendwelchen Christentums unter den
Römern, die wohl bis in die Zeit der Völkerwanderung hier ihre
Salzgeschäfte machten, ist aus den vorhandenen Funden nicht zu
erbringen. Über den Jahrhunderten des großen Völkerwanderns liegt
tiefes Dunkel. Nach den ersten. Klostergründungen in Mondsee 748 und
Kremsmünster 777 und vor allem dann in Traunkirchen um 1000 wird das
Tal der Traun immer mehr erschlossen und auch christianisiert. Um das
Jahr 1050 ist wohl eine erste christliche Gemeinde anzunehmen, die
spätestens 1181 eine kleine romanische Kirche hatte. Der mächtige Turm
aus dem 12. Jahrhundert legt noch heute Zeugnis davon ab.
Die
Spätgotik wagte dann den Bau über den steil abfallenden Felsen und bis
1505 wurde der heute vorhandene Kirchenraum fertig. Bald darauf
stand die zweischiffige Kirche mitten in den harten Religionskriegen
und wechselte zeitweilig zwischen Katholiken und Protestanten ihren
Dienst. Sie blieb allerdings immer Liebkind aller Salzfertiger und der
reichen Herren am Salzberg, im Markt oder bei Hof.
Seit 1939 liegt die Obsorge um dieses Kleinod ganz bei der kleinen Pfarrgemeinde und den Freunden und Besuchern. Im Jahr 2002 wurde die Katholische Pfarrkirche komplett renoviert!
Friedhof
Ewige Ruhe zwischen Fels und SeeDer Friedhof in Hallstatt wurde auf Felsterrassen um die Pfarrkirche angelegt. Der Teil vor dem weltberühmten Beinhaus ist den evangelischen Christen zugeteilt. Nach der Friedhofsordnung gibt es keine Familiengräber. Nach zehn Jahren kann ein Grab neu belegt werden. Die Toten werden in horizontaler Lage bestattet, die Grabeinfassung bedeckt nur einen kleinen Teil des Grabes. Über den Gräbern befindet sich das Christuszeichen - das Kreuz - gefertigt aus Holz oder Schmiedeeisen.
Die Michaelskapelle
Im Erdgeschoss der zweigeschossigen Kapelle aus dem 12. Jahrhundert
befindet sich das Beinhaus. Ein Butzenscheibenfenster des gotischen
Kapellenraumes im Stockwerk enthält ein wertvolles gotisches
Glasgemälde „St. Michael mit der Seelenwaage". An der östlichen
Stirnseite steht der barocke Michaelsaltar, gestiftet 1612 vom
Salzfertitger Eysl. Die barocke Kanzel an der Nordwand wurde 1905 aus
der Pfarrkirche entfernt. Der rückwärtige Altar stammt aus der
ehemaligen Krankenhauskapelle in der Lahn. Die zwei steinernen
Lichthäuschen an der Ortsseite waren einst bei Totenmessen in
Verwendung.
Beinhaus Hallstatt
Das Beinhaus in Hallstatt /bei der Kath. Kirche ) enthält rund 610 bemalte Schädel. Einige wurden schon Ende des 18. Jahrhunderts bemalt, manche stammen aber auch aus diesem Jahrhundert. Mehr erlesen...
Zur Landesausstellung 2008: Salz der Erde (ab Mai)
Geheimnisvolle Orte, verborgene Schätze und multimediale Überraschungen. Entdecken sie bei der Ausstellung "...Salz der Erde" die Geheimnisse des berühmten gotischen Flügelaltares, entschlüsseln sie die letzten Rätsel der bemalten Totenschädel und tauchen sie ein in die spannende Geschichte des Christentums. Die Ausstellung führt sie von der Kirche aus auf die Orgelempore, wo sie die zweichörige Hallenkirche aus ganz neuen Perspektiven erleben. Weiter geht's in die Alte Sakristei wo ein ungewöhnliches Ei und Filme aus Hallstatts Vergangenheit auf Sie warten.
Im Außenbereich wird Tod und Leben zum Thema, alte Grabinschriften werden lebendig. Die Michaelskapelle konfrontiert uns mit der Endlichkeit des irdischen Daseins und thematisiert die Toten des Beinhauses und ihre Geschichten. In der Gruftkapelle warten künstlerische Installationen auf sie und die Geschichte eines exzentrischen Salzfürsten. Bis der Rundgang dann mit dem Gang vom Tod zum Leben endet - mit der Auferstehung. Ein kulturelles Rahmenprogramm mit den Florianer Sängerknaben oder einem Ensemble der Wiener Philharmoniker rundet das Angebot ab.


