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Trans-Salzkammergut
Die neue Herausforderung im Herzen Osterreichs
Die berühmte Transalp stand Pate bei der Idee, eine Etappentour quer durch das gesamte Salzkammergut aus der Taufe zu heben. Dabei ist ein verführerisches Angebot in zwei Varianten entstanden, die beide die schönsten Flecken der Region streifen: Trans-Salzkammergut Grand Tour und Trans-Salzkammergut Rundkurs.
Es muss ja nicht immer der Weg über die Alpen von Bayern an den
Gardasee sein. Zumal die oberösterreichisch-steirische Grenzregion
mindestens ebenso viele landschaftliche Highlights zu bieten hat wie
ein Alpencross. Gemäß des Vorbildes Transalp waren die Eckpfeiler für
die neue Attraktion des Salzkammerguts rasch gefunden: Haufenweise
Berge sollte die Durchzugsroute beinhalten, die Nächtigung in Hütten
inkludieren, und natürlich ebenfalls an einem See enden ... Ewige Wand
statt Via Claudia, Laudachsee statt Lago. Ein saftiges Tragestück, Kür
jeder Alpenüberquerung und somit auch Pflichtprogramm der
Trans-Salzkammergut, sollte obendrein im Roadbook stehen.
Das Ergebnis: Die Trans-Salzkammergut Grand Tour, eine Durchquerung der Region in vier knackigen Etappen von Bad Mitterndorf nach Gmunden .
Auf den insgesamt 294 Kilometern und 7.004 Höhenmetern streift man neun
Seen, übernachtet zweimal in Hütten und passiert sämtliche klingende
Namen des Gebietes um den Dachstein; vom Grundlsee und den Öfen über Viehbergalm, Hallstatt, Blaa Alm und das Hütteneck bis zur Ewigen Wand , den Gamsöfen, Bad Ischl und Traunsee, ehe es per organisiertem Rücktransport zurück an den Ausgangsort geht.
Anders als ein Alpencross, ist die Trans-Salzkammergut aber
auch schon im Frühjahr zu befahren, geht es doch nie über 1.500 Meter
hinaus. Und anders als bei einem Alpencross, gibt es von diesem neuen
Angebot auch eine Light-Version für Eilige, die die tollsten Strecken
der Region kennen lernen wollen, auch wenn sie nicht genug Zeit für
eine vollständige Durchquerung haben. Mini-Rundkurs heißt diese
Variante, und führt in drei Etappen ausgehend von Bad Mitterndorf über die Viehbergalm und Gosau
zurück ins Steirische. Doch Obacht, der Name der Tour kann täuschen!
Mit ihren insgesamt 209 Kilometern und 4.570 Höhenmetern kommt man auch
bei dieser Etappenfahrt auf Tagespensa, die einiges an Kondition und
Durchhaltevermögen verlangen. Aber deswegen sind
wir ja hier. Weil wir schwitzen wollen und uns quälen, weil wir die
glasklare Luft durch unsere Lungen pfeifen hören wollen und das Brennen
in den Beinen spüren. Der schwere Rucksack ist es nicht, der diese
Zustände bewirkt. Den haben wir zu Hause gelassen und nur den leichten
Tagesrucksack umgeschnallt. Der Rest unseres Gepäcks wird ins nächste
Quartier kutschiert - ein Hauch von Luxus auf unserem Weg über die
Berge.
Nein, nein, es ist schon der Anstieg
selbst, der uns keuchen lässt und mit dem Krapfen hadern, den wir uns
bei der Mittagsrast in Obertraun noch als i-Tüpfelchen gegönnt haben.
Dabei haben wir das Schlimmste noch vor uns: Die letzte halbe Stunde
hinauf zur Rossmoosalm heißt es das Rad schultern und schleppen - auf
dem verblockten, steile Es ist wie gestern, am ersten Tag unserer Fahrt
durch das Salzkammergut: Erst umgarnt uns die Region mit lieblichen Sensationen und genüsslichen Highlights - Baden im Grundlsee und
Schifferl fahren am Salza-Stausee standen am Programm, noch ehe wir
nennenswerte Höhenmeter gemacht hatten. Dann will sie mühsamst erobert
werden, indem sie uns einen Berg vor die Füße knallt, der unser
fröhliches Geplapper rasch verstummen lässt, auf dass der Sauerstoff
unverbraucht seinen Weg zu den Muskeln finde.
Aber was haben sie sich gelohnt, die 675 Höhenmeter am Stück, mitten durch die spektakulären Öfen! Immer näher rückten die mächtigen Felswände, immer steiler schummelte sich an ihren Flanken die Forststraße durch, bis endlich die Schlucht zum Rückzug ansetzte und den Weg zum Tagesziel Viehbergalm freigab. Zuckerbrot und Peitsche - nach dem gleichen Prinzip wie der Beginn unserer Salzkammergut-Durchquerung sind auch ihre restlichen Etappen aufgebaut: Gut ausgeschlafen haben wir noch heute morgen die Ritzingerhütte auf der Viehbergalm verlassen, jetzt, gegen Ende des Tages, sind die Beine schon wieder schwer.
Auf
schattigen Waldpassagen werden wir morgen den Gosausee hinter uns
lassen, hinauf aus Hütteneck wird dennoch der Schweiß wieder in Strömen
fließen. Herrliche Panoramen wie jenes in der Ewigen Wand und
anspruchsvolle Trails wie jener durch die Gamsöfen werden unsere Fahrt
würzen, ehe wir durchgerüttelt in der Kaiserstadt Bad Ischl ankommen.
Und selbst der letzte Tag, im Roadbook so harmlos, ohne eine einzige
markante Steigung, dafür mit Badeseen nur so gespickt, wird nochmals
alles andere als eine Spazierfahrt sein. Immerhin läppern sich auch auf
diesem vermeintlich sanften "Auf und Ab" durch die Traunsee-Region
1.830 Höhenmeter zusammen, ehe wir unsere Tour mit einem verdienten
Sprung in den Laudachsee beenden werden. Aber genau so haben wir es
gewollt. Und wenn wir in Kürze unsere Räder schultern, um die letzte Herausforderung
des heutigen Tages anzugehen, ist das nur eine Schinderei mehr, an die
wir übermorgen Abend mit glücklichem Grinsen zurückdenken werden
Information
Verein Mountainbikezentrum Salzkammergut
Kirchengasse 4
4822 Bad Goisern
- Fon:: +43(6135)8329
- Fax: +43(6135)8329-74
- E-Mail: office@mtb-center.at
Buchung
Salzkammergut Touristik
Incoming Reisebüro
Götzstrasse 12
4820 Bad Ischl
- Fon: +43(6132)24000-0
- Fax: +43(6132)24000-44
- E-Mail: office@salzkammergut.co.at


