Sie sind hier: Hallstatt > Geschichte > Themenweg Hallstatt
Durch Tausende von Jahren
Durch Tausende von Jahren
Im Bereich des heutigen Prähistorischen Museums stand einst die so genannte "Hofburg". Etliche Habsburger weilten in Hallstatt, darunter auch Kaiser Maximilian I., der 1504 kam, "die Salzperg zu besehen". Bis zum großen Ortsbrand von 1750 befand sich hier das Hofschreibamt. Das spätere Gebäude beherbergte den katholischen Pfarrhof, das Gemeindeamt und die Volksschule. Seit 1969 ist das prähistorische Museum von Hallstatt darin untergebracht.
Immer
wieder waren die Bergleute auf die Spuren ihrer prähistorischen
Vorgänger gestoßen. 1734 entdeckten sie sogar einen vollständig
konservierten "Mann im Salz", den sie jedoch - als offensichtlichen
Heiden - gleich wieder verscharrten. Mit systematischen Grabungen
begann der Bergmeister (= Betriebsleiter)Johann Georg Ramsauer Johann
Georg Ramsauer (1795 bis 1874): Nachdem 1846 bei der Freilegung einer
Schottergrube Scherben und Knochen zum Vorschein kamen, ließ er in den
folgenden 17 Jahren 980 urgeschichtliche Gräber mit 19.497 Objekten
freilegen. Obwohl er über keine wissenschaftliche Vorbildung verfügte,
dokumentierte er die Funde auch nach heutigen Kriterien vorbildlich.
Viele seiner Schätze stellte er - bevor sie zum Grossteil von Wiener
Museen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden - in seiner
Dienstwohnung im Rudolfsturm aus. Später wurden die Grabungen zeitweise
vom Obersteiger ("Oberhutmann") Isidor Engl überwacht.

