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Ein Haus für die Armen
Der Salzfertiger und Marktrichter Matthias Sollinger
vermachte 1763 einen großen Teil seines Vermögens der Gemeinde. Davon
wurden Stipendien für Studenten und vor allem ein Armenhaus finanziert.
Hofspital. Vor dem Marktbrand stand etwa an der Stelle des sogenannten
"Waisenhauses" (welches heute u.a. ein Geldinstitut beherbergt) das
unter Kaiser Maximilian I. errichtete Hofspital mit der dazugehörigen
Kirche.
Ab 1868 konstituierte sich in Hallstatt der
erste Arbeiterbildungsverein Oberösterreichs, auf dass "Brot und Arbeit
uns gerüstet steh'n, dass unsere Kinder in der Schule lernen und unsere
Greise nicht mehr betteln geh'n". Diese Selbsthilfeorganisation
umfasste im Lauf der Zeit auch einen Spar- und Kreditverein, eine
Krankenkasse und eine Feuerschadensversicherung, einen
Altersfürsorgeverein, eine Sterbekasse und einen Arbeiterkonsumverein.
1876 folgte der "Allgemeine Kranken-Unterstützungs-Verein": Durch
kleine monatliche Beiträge konnte damit jeder "Unterstützung in
Krankheitsfällen und Befreiung der Leichenkost" erhalten, "da hier in
Hallstatt die Einkünfte wohl sehr gering sind."

