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Die Mühlen am Wasserfall
Im klimatisch rauhen Inneren Salzkammergut konnte man
kaum Getreide anbauen. Aufgrund der steigenden Zahl der Arbeitskräfte
beim Bergbau, bei der Saline und im Forst wurde die Versorgung mit
Lebensmitteln bald zum Problem. Die Hofkammer erließ 1490 eine Widmung,
nach der die Bauern im fruchtbareren Alpenvorland, aber auch im
steirischen Ennstal ihre Produkte - soweit sie über den Eigenbedarf
hinausgingen - nur ins Salzkammergut liefern durften.
Mühlen, in denen das Getreide verarbeitet wurde, bestanden im Echerntal und oberhalb des Ortes, direkt am Mühlbach-Wasserfall. In der "Felsenmühle" lebte und arbeitete einige Jahre lang der Goiserer "Bauernphilosoph" Konrad Deubler (1814 bis 1884). Nach seinem harten Tagwerk als Müller vertiefte er sich hier in seine Bücher. Er pflegte Kontakte zu bedeutenden Wissenschaftern, Philosophen und Künstlern seiner Zeit, von denen ihn einige in Goisern besuchten.

